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Eine technologische Analyse vor dem Hintergrund der Rekord-Saison 2025

Strategische Neuausrichtung bei der Waldbrandbekämpfung

Ein globaler Weckruf und die Notwendigkeit technologischer Weiterentwicklung

Der Vorabbericht der Gemeinsamen Forschungsstelle (JRC) der Europäischen Kommission zur Waldbrandsaison 2025 ist mehr als nur eine rückblickende Datensammlung; er dient als eindringlicher Aufruf zum Handeln für Entscheidungsträger in den Bereichen öffentliche Sicherheit und Katastrophenschutz weltweit. Die vorgelegten Daten bestätigen empirisch, was Feuerwehr- und Rettungsdienste weltweit bereits in der Praxis erleben: Häufigkeit, Intensität, Dauer und geografische Ausdehnung von Waldbränden nehmen in alarmierendem Tempo zu. Mit über einer Million Hektar verbrannter Fläche allein im Verwaltungsgebiet der EU war 2025 ein Rekordjahr, das die Grenzen bestehender operativer Strategien und Doktrinen unmissverständlich aufgezeigt hat. Extreme Hitzewellen, eine direkte Folge des Klimawandels, führten zu katastrophalen Bränden in traditionellen europäischen Risikogebieten wie der Iberischen Halbinsel und Griechenland. Weitaus besorgniserregender ist jedoch das Auftreten neuer, bedeutender Brandereignisse in Regionen wie Deutschland und dem Vereinigten Königreich, was die These untermauert, dass kein Teil Europas als immun gegen diese Bedrohung angesehen werden kann. Dieses Muster ist keine europäische Anomalie, sondern ein globales Phänomen, das sich von den Wäldern Nord- und Südamerikas bis hin zu den Buschlandschaften Australiens widerspiegelt. Waldbrände haben sich zu einer universellen und systemischen Bedrohung für Menschenleben, Ökosysteme, kritische Infrastruktur und wirtschaftliche Vermögenswerte entwickelt.

Map of burnt areas from wildfires in the 2025 fire season

Abbildung 1: Durch Waldbrände in der Brandsaison 2025 zerstörte Gebiete. Quelle: Europäische Union (EFFIS), aus: Sedano, F. et al., Vorabbericht über Waldbrände in Europa, dem Nahen Osten und Nordafrika 2025 (2026, JRC146199). Lizenziert unter CC BY 4.0.

Die Einsatzrealität für die Feuerwehren hat sich grundlegend verändert. Brände breiten sich mittlerweile mit einer Geschwindigkeit und einer Energiefreisetzung aus, die herkömmliche Löschmethoden und -taktiken überfordern. Die Einsätze werden länger, ressourcenintensiver und stellen eine extreme physische und psychische Belastung für Personal und Ausrüstung dar. Wir befinden uns in einem sich selbst verstärkenden System, dem sogenannten „Klimakreislauf der Brände“: Der Klimawandel führt zu trockeneren und heißeren Bedingungen, die extremere Brände begünstigen, und diese Brände setzen wiederum riesige Mengen an gebundenem Kohlenstoff frei, was den Klimawandel weiter beschleunigt. Um diesen Kreislauf zu durchbrechen, bedarf es einer evolutionären, wenn nicht gar revolutionären Weiterentwicklung der Taktiken und der technischen Ausrüstung. Präzise, zuverlässige und leistungsstarke Technologien sind nicht länger eine wünschenswerte Option, sondern eine strategische Notwendigkeit zur Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit. Dieser Bericht analysiert die vier zentralen Herausforderungen der modernen Waldbrandbekämpfung und skizziert, wie ein integrierter, systemischer Ansatz, der fortschrittliche Zumischverfahren für Löschmittel mit leistungsstarken Ausbringungssystemen kombiniert, eine wirksame technologische Lösung bieten kann.

Herausforderung 1: Maximierung der Löschmitteleffizienz in Situationen mit begrenzten Ressourcen

Bei Großbränden, insbesondere in abgelegenen Gebieten ohne ausgebaute Wasserversorgungsinfrastruktur, wird die Verfügbarkeit von Wasser zum entscheidenden limitierenden Faktor des gesamten Einsatzes. Die Logistik der Wasserversorgung – sei es durch kilometerlange Schlauchleitungen von offenen Wasserquellen oder durch einen kontinuierlichen Pendelverkehr von Wassertankwagen, ist ressourcenintensiv und zeitaufwendig. Jede Minute, die für die Wasserbeschaffung aufgewendet wird, ist eine Minute, in der sich das Feuer ungehindert ausbreiten kann. Vor diesem Hintergrund ist die Maximierung der Effizienz jedes eingesetzten Liters Wasser von höchster strategischer Bedeutung. Wasser in seiner reinen Form stößt jedoch schnell an seine physikalischen Grenzen. Seine hohe Oberflächenspannung (eine Folge der starken Wasserstoffbrückenbindungen zwischen den Molekülen) führt dazu, dass es sich zu Tropfen formt und von vielen Oberflächen abperlt, insbesondere von dichten organischen Materialien wie Humus, Kiefernstreu oder verkohltem Holz. Es fließt oberflächlich ab, verdunstet oft aufgrund der immensen Strahlungswärme, noch bevor es das brennbare Material überhaupt erreicht, und dringt nicht in tief liegende Glutherde ein. Diese schwelenden Glutherde, die oft tief unter der Oberfläche verborgen sind, sind die Hauptursache für Rückzündungen und können dazu führen, dass ein vermeintlich gelöschter Bereich erneut in Flammen aufgeht.

Die physikalisch fundierte Lösung für dieses Problem liegt in der gezielten Veränderung der Eigenschaften des Wassers durch den Einsatz von Netzmitteln. Durch die Zugabe bestimmter Additive, wie beispielsweise Mehrzweck-Schaumkonzentrate oder spezielle Schaummittel der Klasse A, in sehr geringen Konzentrationen zum Wasser werden die Wasserstoffbrückenbindungen aufgebrochen und die Oberflächenspannung drastisch verringert. Dieser Effekt, der das Wasser buchstäblich „nasser“ macht, ermöglicht ein tiefes Eindringen in poröse Materialien. Das modifizierte Löschwasser löscht nicht mehr nur den Brand an der Oberfläche, sondern dringt in das brennende Material ein, kühlt es von innen heraus ab und erstickt tiefsitzende Glut effektiv. 

Die strategische Bedeutung dieser Methode ist erheblich: Wissenschaftliche Studien und unzählige Einsatzerfahrungen bestätigen eine Reduzierung des Wasserverbrauchs um bis zu 50 %. Dies ist kein marginaler Gewinn, sondern ein potenziell entscheidender operativer Vorteil, der die Einsatzdauer verdoppeln, den logistischen Aufwand halbieren und letztendlich den Unterschied zwischen der Eindämmung eines Brandes und seiner katastrophalen Ausbreitung ausmachen kann.

Liquids with different surface tensions

Abbildung 2: Flüssigkeiten mit unterschiedlicher Oberflächenspannung. Links: Löschschaum, Mitte: Netzwasser, rechts: Wasser. Quelle: FireDos GmbH

Der Erfolg dieser äußerst wirksamen Taktik ist jedoch untrennbar mit der Präzision der eingesetzten Zumischtechnik verbunden. Netzwasser entfaltet seine optimale Wirkung innerhalb eines sehr engen Konzentrationsbereichs, typischerweise zwischen 0,1 % und 0,5 %. Jede Abweichung von diesem Optimum hat negative Folgen: Eine zu niedrige Konzentration führt zu einer unzureichenden Verringerung der Oberflächenspannung, wodurch das Effizienzpotenzial verschwendet wird. Eine zu hohe Konzentration führt zur unnötigen Verschwendung von teurem Konzentrat und zur unerwünschten Bildung eines leichten Schaums, dem die gewünschte Tiefenwirkung fehlt. Eine präzise, zuverlässige und vor allem wiederholbare Zumischgenauigkeit über den gesamten Einsatzzeitraum hinweg ist daher eine unverzichtbare technische Voraussetzung für jedes moderne Löschfahrzeug, das bei der Waldbrandbekämpfung zum Einsatz kommt.

Technologische Lösung: Druckunabhängige, rein mechanische Zumischsysteme

Um diese Präzision unter den hochdynamischen und oft widrigen Bedingungen eines Brandereignisses zu gewährleisten, haben sich rein mechanische, druckunabhängige Zumischsysteme weltweit bei der Feuerwehr als technologisch überlegener Standard gegenüber älteren Technologien etabliert. Während herkömmliche Venturi-Induktoren stark vom Eingangsdruck und der Durchflussmenge abhängig sind und ihre Leistung bei Druckschwankungen unvorhersehbar wird, basiert das Prinzip eines alternativen, rein mechanischen Systems auf einem Wassermotor, der direkt vom Löschwasserstrahl angetrieben wird und wiederum eine hochpräzise Kolbenpumpe antreibt. Durch diese rein mechanische Kopplung ist das Verhältnis zwischen Wasser- und Löschmittel-Durchfluss fest vorgegeben und bleibt über einen extrem großen Betriebsbereich hinweg konstant und exakt. Unabhängig von Druckschwankungen, die durch schwankende Drehzahlen der Feuerlöschpumpe oder das Öffnen und Schließen von Düsen (Puls-Löschverfahren) verursacht werden, ist die Qualität des erzeugten Löschmittels stets gewährleistet.

Tanker fire engine with integrated FD3000 proportioning system from FireDos

Abbildung 3: Tanklöschfahrzeug mit integriertem FD3000-Zumischsystem von FireDos. Quelle: FireDos GmbH

Die strategischen Vorteile dieser Technologie im Rahmen der Waldbrandbekämpfung sind vielfältig:

  • Garantierte Präzision und Reproduzierbarkeit: Konstante und wiederholbare Zumischverhältnisse ermöglichen eine zuverlässige Einsatzplanung, und die Löschwasser- und Schaummittel werden wirtschaftlich und ökologisch verantwortungsvoll eingesetzt.

  • Maximale Betriebssicherheit und Robustheit: Der bewusste Verzicht auf empfindliche Elektronik, anfällige Sensoren oder komplexe Regelkreise zur Steuerung des Zumischvorgangs minimiert die Ausfallwahrscheinlichkeit in rauen Einsatzumgebungen. Hitze, Staub, Vibrationen und Feuchtigkeit haben auf solche rein mechanischen Systeme kaum Einfluss. Diese inhärente Robustheit ist ein entscheidendes Kriterium für sicherheitskritische Ausrüstung, bei der ein Ausfall im Einsatz katastrophale Folgen haben kann.

  • Hohe taktische Flexibilität: Moderne Systeme ermöglichen es dem Einsatzpersonal, per Knopfdruck oder Hebelbetätigung zwischen verschiedenen voreingestellten Zumischverhältnissen zu wechseln. Dies ermöglicht einen taktischen Wechsel innerhalb von Sekundenbruchteilen, beispielsweise von einem Benetzungsmittel (z. B. 0,3 %) für den intensiven Angriff auf Bodenbrände und Glut zur Erzeugung von Löschschaum (z. B. 1 % oder 3 %) für defensive Maßnahmen wie die Schaffung von Brandschneisen zum Schutz von Gebäuden oder kritischer Infrastruktur.

Herausforderung 2: Operative Flexibilität in unebenem und unzugänglichem Gelände

Die moderne Waldbrandbekämpfung findet selten auf ebenem, leicht zugänglichem Gelände statt. Oft erfolgt sie in Umgebungen, die für schwere Löschfahrzeuge unpassierbar sind: an steilen Hängen, in dichtem Unterholz, auf felsigem Gelände oder in durchnässten Moorgebieten. Hier sind die Einsatzkräfte gezwungen, zu Fuß voranzukommen – oft über Hunderte von Metern –, beladen mit schwerer persönlicher Schutzausrüstung, Schläuchen, Armaturen und Handwerkzeugen. In solchen Szenarien stellt jedes Kilogramm Ausrüstung, das getragen werden muss, eine enorme körperliche Belastung dar, die die Mobilität, die Ausdauer und letztlich die Sicherheit der Einsatzkräfte einschränkt. Um auch in diesen anspruchsvollen Szenarien eine effektive Brandbekämpfung zu gewährleisten, sind leichte, tragbare und dennoch hochpräzise Ausrüstungskomponenten von entscheidender Bedeutung.

Technologische Lösung: Modulare und hochmobile Zumischsysteme

Für diese mobilen Einsatzszenarien wurden tragbare Zumischsysteme entwickelt, die die Vorteile der druckunabhängigen, rein mechanischen Technologie in ein kompaktes und transportables Format übertragen. Diese Systeme stellen eine robuste und zuverlässige Alternative zu den oft ungenauen und leistungsschwankenden Venturi-Induktoren dar und bringen präzise Löschmittelqualität direkt an die Brandfront.

  • Modulare Allroundsysteme für flexible Einsatzstrategien: So lässt sich beispielsweise das 45 kg schwere FireDos-Zumischsystem DZ1000 von zwei Personen transportieren und dient als flexible, modulare Einheit für eine Vielzahl von Aufgaben. Es kann direkt an eine tragbare Feuerlöschpumpe angeschlossen werden, die Wasser aus einem Bach oder See bezieht, und mehrere Strahlrohre oder einen mobilen Löschmonitor versorgen. Mit einem breiten Leistungsbereich (90 bis 1.000 l/min) und umschaltbaren Mischverhältnissen (0,3 %, 1 %, 3 %) deckt es ein breites Spektrum an taktischen Anforderungen ab und ermöglicht einen flexiblen Wechsel zwischen verschiedenen Löschmitteln oder Einsatzstrategien. 

  • Hochspezialisierte Leichtbausysteme für den Direkteinsatz: Für hochmobile Einsätze kann das ca. 25 kg schwere FireDos-Zumischsystem DZ1000 light von einer einzigen Person getragen werden. Das DZ1000 light eignet sich perfekt zur Erzeugung von Netzwasser, kann aber alternativ auch zur Schaumerzeugung mit entsprechend angepassten Mischverhältnissen (0,1 %, 0,5 %, 1 %) eingesetzt werden. Es ist das ideale Werkzeug für spezialisierte Bodeneinsatzteams („Wildland-Feuerwehrteams“), die systematisch Glutnester („Hotspots“) aufspüren und löschen oder dynamische „Pump-and-Roll“-Taktiken anwenden, bei denen die Brandbekämpfung von einem langsam fahrenden Geländewagen aus erfolgt.
FireDos DZ1000 to produce wetting agent at an embarkment fire

Abbildung 4: FireDos DZ1000 zur Erzeugung von Netzwasser bei einem Brand auf einem Damm. Quelle: FireDos GmbH

Herausforderung 3 & 4: Maximierung der Sicherheit der Einsatzkräfte und der operativen Löschleistung

Die größte und am wenigsten vorhersehbare Gefahr für die Einsatzkräfte ergibt sich aus der direkten Konfrontation mit der Feuerfront. Extreme Strahlungshitze, die bereits in Entfernungen von mehreren Dutzend Metern schwere Verbrennungen verursachen kann, unvorhersehbare Windänderungen, die den Brandverlauf innerhalb von Sekunden umlenken können, sowie eruptive Brandphänomene wie Feuerwirbel oder Flashovers machen den Einsatz von Handdüsen zu einem äußerst risikoreichen Unterfangen. Die strategische Notwendigkeit, Personal und hochwertige Fahrzeuge aus der unmittelbaren Gefahrenzone fernzuhalten und gleichzeitig eine massive, konzentrierte Löschwirkung zu erzielen, führt unweigerlich zum Einsatz ferngesteuerter, leistungsstarker Löschsysteme.

Technologische Lösung: Leistungsstarke, präzise Fahrzeug-Löschmonitore als strategisches Instrument

Fire monitor in action on a fire engine

Abbildung 5: FireDos-Löschmonitor, montiert auf einem Löschfahrzeug. Quelle: FireDos GmbH

Löschmonitore, deren Entwicklung ursprünglich durch die Anforderungen des ortsfesten Brandschutzes in der Schwerindustrie vorangetrieben wurde, sind heute ein unverzichtbares Werkzeug an modernen Löschfahrzeugen für den Brandbekämpfungseinsatz.

Innovation für maximale Reichweite und Effizienz: Ein entscheidender Faktor für die strategische Wirksamkeit eines Monitors ist seine Wurfweite. Fortschrittliche, strömungsoptimierte Konstruktionen wie das von FireDos entwickelte „Oval-Flat-Design“ minimieren Druckverluste im Monitor, indem sie Turbulenzen gezielt reduzieren. Dies führt zu einer gleichmäßigeren, laminaren Wasserströmung, was bei gleichem Eingangsdruck an der Pumpe eine deutlich größere Wurfweite zur Folge hat. Für die Feuerwehr bedeutet dies, dass Ziele aus größerer und damit sichererer Entfernung erreicht werden können. Alternativ lässt sich die gleiche Reichweite mit geringerer Pumpenleistung und somit reduziertem Kraftstoffverbrauch erzielen, was die autonome Einsatzzeit des Fahrzeugs vor Ort verlängert.

Systemintegration als Schlüssel zur Zuverlässigkeit: Ein weiterer, oft unterschätzter strategischer Vorteil liegt in der Integration des Monitors, seines Steuerungssystems und des Fahrzeugs (z. B. über eine CAN-Bus-Schnittstelle) aus einer Hand. Anstatt sich auf komplexe und potenziell fehleranfällige Schnittstellen zwischen Komponenten verschiedener Hersteller zu verlassen, erhalten Fahrzeugbauer und Endnutzer eine zuverlässige, umfassend getestete Systemlösung. Dies erhöht nicht nur die Betriebssicherheit, sondern vereinfacht auch den Betrieb, die Wartung und den Service über den gesamten Lebenszyklus des Fahrzeugs hinweg.

Skalierbare Leistungsklassen für maßgeschneiderte mobile Anwendungen: Für den Einbau in Feuerwehrfahrzeuge haben sich in den letzten Jahren bei den Feuerwehren und Rettungsdiensten folgende Leistungsklassen etabliert:

  • Geringer Durchfluss (bis zu 2.000 l/min): Das kompakte Einstiegsmodell, ideal als Frontmonitor an Feuerwehrfahrzeugen, um deren Löschleistung massiv zu steigern und schnelle, gezielte Löschangriffe oder den Schutz von Sachwerten zu ermöglichen. Optional ist eine Flachstrahldüse erhältlich, die einen fächerförmigen Strahl erzeugt und sich perfekt zum Löschen größerer Brandflächen eignet.

  • Mittlerer Durchfluss (bis zu 2.500 l/min): Ein leistungsstarker Allrounder, der sich perfekt als Dachmonitor auf Löschfahrzeugen eignet und ein optimales Gleichgewicht zwischen Abmessungen und Löschleistung bietet.

  • Hoher Durchfluss (bis zu 4.000 l/min): Die leistungsstarke Lösung für mittlere bis große Tanklöschfahrzeuge oder Hakenlift-Container. Mit dieser Leistung lassen sich breite Brandfronten effektiv bekämpfen und große Objekte auch aus beträchtlicher Entfernung sicher schützen.
Fire monitors mounted as front and roof-mounted units on a tanker fire engine

Abbildung 6: Löschmonitore, die als Front- und Dachgeräte an einem Tanklöschfahrzeug montiert sind. Quelle: FireDos GmbH

Zusätzlich zu den aufgeführten Löschmonitoren bieten Anbieter Löschmonitore mit einer Förderleistung von bis zu 60.000 und 80.000 l/min an. Diese Löschmonitore sind in der Regel auf Anhängern montiert. Optional können die Löschmonitore mit Trockenpulverdüsen für den Einsatz auf Löschfahrzeugen in Industrieanlagen ausgestattet werden. Darüber hinaus können beispielsweise FireDos-Löschmonitore mit flexiblen AMPN-Mehrzweckdüsen ausgestattet werden, die eine stufenlose Einstellung des Strahlbildes (Hohlstrahl/Sprühstrahl) sowie eine Anpassung der Durchflussmenge während des Betriebs ermöglichen. Funkfernsteuerungen ermöglichen es dem Bediener, den Löschmonitor von einer sicheren Position aus zu steuern, von der aus er einen optimalen Überblick über das Geschehen hat.

Fazit: Ein strategischer, systemischer Ansatz als Antwort auf eine neue Risikolandschaft

Die globale Risikolandschaft im Zusammenhang mit Wald- und Vegetationsbränden hat sich dauerhaft und wahrscheinlich irreversibel verändert. Die Analyse der Saison 2025 ist ein klarer Hinweis darauf, dass eine rein quantitative Aufstockung von Personal und Fahrzeugen nicht ausreichen wird, um dieser Herausforderung zu begegnen. Erforderlich ist eine qualitative, technologische Weiterentwicklung der Einsatzmittel sowie eine Anpassung der Einsatzkonzepte. Der hier skizzierte integrierte systemische Ansatz, der die Effizienzgewinne einer präzisen Zumischung der Löschmittel mit der operativen Schlagkraft und der erhöhten Sicherheit ferngesteuerter Löschmonitore verbindet, bietet eine umfassende technologische Antwort auf die komplexen Anforderungen von heute und morgen. Es handelt sich um eine Strategie, die knappe Ressourcen schont, die taktischen Optionen der Einsatzleitung erweitert und vor allem die Sicherheit derjenigen in den Vordergrund stellt, die an vorderster Front ihr Leben riskieren. Die Investition in solche integrierte, hochmoderne und robuste Ausrüstung ist daher nicht bloß ein Aufwand, sondern eine strategische Investition in die operative Effektivität, die Sicherheit der Ersthelfer und die grundlegende Widerstandsfähigkeit unserer Gesellschaft gegenüber einer der größten und sichtbarsten Bedrohungen unserer Zeit.

Über den Autor

Lars Papenfuß ist Produktmanager bei der FireDos GmbH. Das Unternehmen ist auf Schaumzumischsysteme und Löschmonitore für die Brandbekämpfung spezialisiert und setzt dabei auf seine hochmoderne, eigens entwickelte Technologie und seine Serviceleistungen. Lars verfügt über mehr als 10 Jahre Berufserfahrung in den Bereichen Produktmanagement und Vertrieb. Neben seiner beruflichen Tätigkeit ist er seit über 20 Jahren als freiwilliger Feuerwehrmann im aktiven Dienst tätig. 

Lars Papenfuss, Product Manager at FireDos

Lars Papenfuß, Produktmanager bei FireDos GmbH

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