FireDos Monitor und CAN-Bus Steuerung – alles aus einer Hand
Mobile Brandbekämpfung mit Löschmonitoren von FireDos
FireDos steht seit Jahrzehnten für qualitativ hochwertige und präzise Schaumzumischsysteme – und zunehmend auch für hauseigene Löschmonitore.
Die Monitorproduktlinie wurde erstmals 2010 auf der Interschutz in Hannover präsentiert. Das Hauptaugenmerk lag dabei auf stationären Anwendungen zur Brandbekämpfung, z. B. zum Schutz von Tanklagern, Verladestationen, Müllverbrennungsanlagen, Recyclingbetrieben oder Hangars.
Über den Autor
Tristan Reitz
Dipl.-Ing. (FH), Market Manager Feuerwehr und mobiler Brandschutz bei FireDos
Tristan Reitz
FireDos Löschmonitore: optimales Strömungsprofil, maximale Reichweite
Mit der Einführung wurde auch das Interesse von Feuerwehrfahrzeugherstellern und Feuerwehren geweckt.
Dies lag insbesondere an der kompakten Bauform sowie am speziell entwickelten Oval-Flat-Design mit innenliegendem Leitblech in den Rohrbögen.
Dieses Design optimiert die Strömungsgeschwindigkeit und reduziert die damit verbundenen Druckverluste. Daraus resultiert eine deutlich größere Wurfweite bei gleichzeitig geringerem Eingangsdruck am Monitor.
Die ersten Projekte im mobilen Bereich waren Löschmonitoranhänger mit großen Durchflüssen zur Tankbrandbekämpfung. Durch kontinuierliche Weiterentwicklung haben FireDos Löschmonitore heute in nahezu allen Bereichen der Brandbekämpfung Einzug gehalten.
Monitorgrößen und Löschmittelströme
FireDos Löschmonitore sind in Baureihen von M1 bis M12 unterteilt, wobei M1 die kleinste, M12 die größte Baureihe darstellt. Die Bezeichnung „M2“ steht entsprechend für „Monitorbaureihe 2“.
In Abhängigkeit von der Baureihe können Löschmittelströme von 150 l/min (M1) bis 60.000 l/min (M12) realisiert werden.
Die untenstehende Tabelle gibt Aufschluss über die verschiedenen Monitorbaureihen mit Löschmittelströmen und die verfügbaren Düsenkombinationen.
Übersicht Löschmonitor-Baureihe, Bedienung und Düsenkombination
| Baureihe | Löschmittelstrom [l/min] bei 6 bar | Bedienung | Fester Durchfluss (MPN-Düse) | Einstellbarer Durchfluss (AMPN-Düse) | Einstellbarer Durchfluss mit Pulver-durchführung (AMPN-NDCX-Düse) | Schaumrohr mit Deflektor (FPD) | Einstellbares Schaumrohr mit Deflektor (AFPD) |
| M1 |
150 - 1000 400 - 2000 |
DC | x | x | |||
| M2 | 500 - 2500 | MO / DC | x | x | x | x | |
| M3 | 1000 -4000 | MO / DC | x | x | x (7 kg/s) | x | x |
| M4 | 2000 - 8000 | MO / DC | x | x | x (15 kg/s) | x | x |
| M5 | 4000 - 12000 | MO / DC | x | x | x | x | |
| M7 | 5000 - 24000 | MO / DC | x | x | x | x | |
| M9 | 10000 - 40000 | MO / DC | x | ||||
| M12 | 20000 - 60000 | MO | x | ||||
|
Betriebsdruck jeweils 16 bar
MO - manuelle Bedienung |
|||||||
Während Monitore ab der Größe M5 mit Löschmittelströmen von 12.000 l/min und größer vorwiegend in der Industriebrandbekämpfung auf Sonderfahrzeugen, Containern und Anhängern eingesetzt werden, kommen die kleineren Baugrößen M1 bis M4 auch bei Flugfeldlöschfahrzeugen und kommunalen Feuerwehren zum Einsatz. Sonderlösungen für Löschroboter sind ebenfalls möglich und wurden bereits mehrfach realisiert.
Bedienung der Löschmonitore
Die Löschmonitore für Feuerwehren sind in zwei Bedienvarianten verfügbar: manuell über Handräder oder elektrisch angetrieben mit 24 V Gleichstrom.
Manuelle Löschmonitorbedienung (-MO)
Bei der manuellen Bedienung erfolgt das Schwenken über je ein Handrad für die vertikale und horizontale Achse („Manually Operated“ = MO). Da die horizontale Achse keinen Anschlag benötigt, ist der Schwenkbereich endlos (360°). Vertikal (auf/ab) sind Bewegungen bis zu ±90° möglich.
Die Getriebe sind als selbsthemmende Schneckengetriebe ausgeführt. Rückstoßkräfte oder äußere Einwirkungen führen somit zu keiner ungewollten Verstellung des Monitors.
Elektrisch-angetriebene Löschmonitore (-DC)
Elektrisch angetriebene Löschmonitore nutzen 24-V-Gleichstrommotoren. Die Schneckengetriebe werden um entsprechende Antriebe sowie 4–20 mA-Sensoren zur Positionsrückmeldung ergänzt. Das Schwenken ist damit präzise fernsteuerbar.
Zusätzlich bleibt jederzeit eine manuelle Notbedienung über Handräder möglich.
Auch die Düsenverstellung für Voll- und Sprühstrahl ist mit einem elektrischen Antrieb ausgestattet.
Auswahl des Löschmonitors nach Antriebsversion
Nicht alle Baureihen sind in allen Antriebsversionen verfügbar.
Die Monitore M1 bis M9 sind mit 24 V DC lieferbar. Neben der Verstellung der horizontalen und vertikalen Achse können auch weitere Funktionen wie Sprühbild oder Löschmittelstrom elektrisch gesteuert werden.
Bei Ausfall der Spannungsversorgung ist ein Notbetrieb möglich. Die Verstellung erfolgt dann über federbelastete Handräder oder einen Steckschlüssel.
Die Monitorbaureihen M2 bis M12 sind in manueller Ausführung mit Handradbedienung verfügbar.
Löschdüsen für alle Brandszenarien
Für FireDos Löschmonitore steht eine Vielzahl an Düsen zur Verfügung, abgestimmt auf unterschiedliche Einsatzszenarien.
Mobile Zumischer zur Erzeugung von Netzwasser
Der tragbare Zumischer DZ1000 und der 2-in-1 Zumischer DZ1000 light wurden speziell entwickelt für variierende Löschszenarien und bieten höchste Flexibilität im mobilen Einsatz. Beide Zumischsysteme sind rein mechanisch aufgebaut und garantieren über den gesamten Betriebsbereich eine präzise Dosierung des Schaummittels. Die Zumischraten von 3 %, 1 % und 0,3 % (DZ1000) bzw. 1 % und 0,1 % (DZ1000 light) können ganz einfach mit wenigen Handgriffen während des Betriebs umgeschaltet werden. Netzwasser wird bereits ab einem Volumenstrom von 90 l/min erzeugt, beim neuen DZ1000 light sogar schon ab 80 l/min.
- Für alle Arten von Strahlrohren – unabhängig von deren Höhenunterschied – z. B. beim Einsatz auf Drehleitern
- Ideal für das Impulslöschverfahren
- Für Löschschaum und Netzwasser geeignet
- Das DZ1000 light überzeugt unter anderem auch mit seinem geringen Gewicht: Es kann mit knapp unter 25 kg sogar von einer einzelnen Person getragen werden.
Tragbares Schaum Zumischsysteme DZ1000 und DZ1000 light
2-in-1 Schaum Zumischsystem DZ1000 light
DZ1000 light im Einsatz bei einer Waldbrandübung
Waldbrandübung 2024 mit dem DZ1000 light: 80 m Höhenunterschied waren kein Problem für das kleine Zumischsystem (100 l/min Abgabe am Strahlrohr, angeschlossen an eine 200 m -D-Leitung).
Was können wir als Einzelne gegen Wald- und Vegetationsbrände tun?
Die Prävention von Waldbränden beginnt bei jedem Einzelnen: Durch verantwortungsbewusstes Handeln. Ein unvorsichtiger Umgang mit Feuer kann zu verheerenden Bränden führen. Eine unsachgemäß entsorgte Zigarette entzündete 2023 Pappelsamen und brannte 50 Hektar Wald bei Saarbrücken/Deutschland ab.
Bild von Gabriele Maltinti / Shutterstock
Verhaltensregeln:
- Vorsichtig mit Feuer umgehen: Im Wald und in der Nähe von Wäldern keine offenen Feuer entfachen, einschließlich Lagerfeuer und Grillen, es sei denn, es ist ausdrücklich erlaubt und sicher.
- Richtige Entsorgung von Zigaretten: Niemals Zigaretten oder andere brennende Materialien unachtsam wegwerfen, besonders nicht aus dem Auto oder im Wald.
- Feuerfreie Zonen respektieren: Hinweise und Verbote bezüglich Feuer und Rauchen in gefährdeten Gebieten beachten.
- Achtsamkeit bei Outdoor-Aktivitäten: Beim Campen oder Wandern sicherstellen, dass alle Feuer vollständig gelöscht sind und keine Funken oder Glutreste zurückbleiben.
- Melden von Risiken: Verdächtige Rauchentwicklungen oder illegale Feuerstellen sofort den Behörden melden.
Fazit
Die steigende Anzahl an Wald- und Vegetationsbränden erfordert immer bessere Löschmethoden. Um Waldbrände effektiv zu bekämpfen, kommt es auf die richtige Technik an. Durch den Einsatz von Netzwasser lässt sich Wasser als Löschmittel in vielen Fällen sparsamer und effektiver einsetzen. Im Vergleich zu elektrisch angetriebenen Druckzumischanlagen bieten mechanische Anlagen nicht nur für diese Anwendung einige Vorteile.
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